13.05.2016 / Warum gestatten Sie Fracking im Münsterland, Hamm und anderswo?

Aufruf zum Aktionstag

„Sonne, Wind und Speicher statt Kohle, Gas, Atom“

Zeit: Sonntag, 22.05.2016, 14 Uhr Ort: Bohrturm in Nordick bei Ascheberg

Start zur Demo ist am Sonntag den 22.5.2016 mit dem Fahrrad um 12.30 vom Bahnhof in Ahlen. Alles weitere auf Klimabündnis Hamm

https://www.change.org/p/an-die-cdu-spd-bundestagsabgeordneten-aus-hamm-und-dem-m%C3%BCnsterland-warum-gestatten-sie-fracking-im-m%C3%BCnsterland-hamm-und-anderswo?recruiter=41105841&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink?recruiter=41105841&utm_source=petition_show&utm_medium=copylink

 

Die Energiewende wird ausgebremst – und das nicht erst, seit sich der Rat der Stadt Hamm für Gasbohren und gegen Windenergie entschieden hat. Besonders deutlich wird das beim Blick in das Energieland Nordrhein-Westfalen: Das bevölkerungsreichste Bundesland ist ein Bremsklotz bei der Reduzierung von CO 2 -Emissionen. Im Vergleich zu 1990 wurde der Ausstoß von Kohlendioxid bis 2013 bundesweit um rund 20 Prozent reduziert. Im gleichen Zeitraum schaffte Nordrhein-Westfalen gerade einmal 10 Prozent.

Der Ausbau von Windkraftanlagen in Nordrhein-Westfalen stockt. Der aktuelle Zubau zwischen Rhein und Ruhr reicht nicht aus, um die Ausbauziele der Landesregierung bis 2025 zu erreichen. Trotz der Beschlüsse vom Pariser Klimagipfel weigern sich die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker, endlich den Pfad des konsequenten Ausstiegs aus fossilen Energieträgern einzuschlagen. Stattdessen werden alte Seilschaften und Dinosaurier-Technologien protegiert, die die Energiewende und den Klimaschutz torpedieren. Der Bohrturm von HammGas macht deutlich, dass ein Scheitern der Energiewende billigend in Kauf genommen wird.

Risiken des Gasbohrens wie giftiger Bohrschlamm, Verunreinigung des Trinkwassers und mögliche Erdbeben durch Gasförderungen werden bei Seite geschoben. Auf der Strecke bleiben die regenerativen Energien, die durch die neuesten Regelungen der Bundesregierung ausgebremst werden. Insbesondere die Potentiale der Windenergie werden nicht ausgenutzt, obwohl diese in der Region vorhanden sind:

  • Hamm – Isenburg/Barsen: Nahezu die Verdopplung der Windenergie von 22 GWh pro Jahr auf 40 GWh pro Jahr wäre möglich durch den Zubau von zwei Windrädern zu den bereits vorhandenen bzw. genehmigten elf Anlagen.
  • Ascheberg: Das Potential der Windkonzentrationszone in Nordick liegt bei 24 Gwh pro Jahr. Zusätzliche Zonen im weiteren Umfeld wären möglich, wenn der Rat der Stadt Ascheberg die Weichen entsprechend stellt.
  • Drensteinfurt: Das aktuelle Potential der nutzbaren Flächen liegt bei 60 Gwh pro Jahr. Leider blockiert die Stadtverwaltung über ein langes und unnötiges Verfahren die Umsetzung der Bürgerenergiewende vor Ort.

Der Rat der Stadt Hamm hat sich am 15.03.2016 für Gasbohren und gegen die zwei Windparks in Hamm entschieden. Energiewende, Klimaschutz und Schonung natürlicher Ressourcen fielen bei dieser Entscheidung unter den Tisch. Eine Strategie, wie die Stadt Hamm aus fossilen Energien aussteigen will, ist nicht ersichtlich. Und die Stadtwerke Hamm als Anteilseigner von HammGas haben auch kein Interesse daran, den Verkauf von fossilen Energieträgern wie Erdgas zu reduzieren.

Die verheerende Energiepolitik in Hamm ist dabei nur ein Beispiel für die Misere in Bund und Land. Die Fehler der Bundesregierung bei der Steuerung der Energiewende führen dazu, dass sich der Umstieg von fossiler Energie auf regenerative Energieerzeugung weiter verzögert. Darüber hinaus werden die Bürgerinnen und Bürger durch falsche Rahmenbedingungen von der aktiven Teilnahme am Energiemarkt abgeschreckt.

Der Energiewende aus Bürgerhand wird von der Bundesregierung ausgehungert

Mit dem Aktionstag „Sonne, Wind und Speicher statt Kohle, Gas, Atom“ wollen Klimaschutz- und Umweltgruppen aus Nordrhein-Westfalen ein Zeichen setzen für die Energiewende und gegen fossile Energien. Neben zahlreichen Mitmach- und Info-Aktionen soll eine Menschenkette um das Bohrgelände gebildet werden. Für die Anfahrt wird eine Fahrrad-Sternfahrt ab Drensteinfurt, Ahlen, Hamm, Werne, Nordkirchen und Ascheberg angeboten. Natürlich kommen die Teilnehmer auch mit der Bahn bis Mersch, Ahlen oder Hamm oder mit privaten Mitfahrgelegenheiten zum Treffpunkt.

Veranstalter

Aktionsbündnis Energiewende Münsterland & Hamm

Klimabündnis Hamm Hamm Wer wir sind
Windenergie Ameke/Hölter Ameke/Hölter Interner Link
Verena e.V. Ahlen Ahlen & Beckum verena-ahlen.de/
BIGG Hamm Hamm Interner Link
Landschaftspaten Münsterland Münsterland (Drensteinfurt) energiewende-jet

Frank Bodewig Beumers Wiese 24 59227 Ahlen

 

Klimabündnis Hamm

http://www.klimabuendnis-hamm.de